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Innensanierung 2014

Die Kirchenrenovierung 

Im Sommer 2014 wurde die Pfarrkirche zu Maria Empfängnis Blons im Innenbereich renoviert und das Schindeldach ausgebessert und zum Teil erneuert. Die Kosten sind noch nicht abgerechnet, werden sich aber auf ca. EUR 60.000,-- bis 65.000,-- belaufen.

Kirchen sind seit Jahrhunderten Stätten der Gottesverehrung. Die Kirche (Gotteshaus) ist der Mittelpunkt einer jeden kirchlichen Gemeinschaft wo sich das Volk zum Gottesdienst versammelt. Es ist das Ziel einer jeden Renovierung, dass sich die Menschen mit Freude zum Gottesdienst treffen und Gemeinschaft untereinander und mit Gott erfahren. Unsere Vorfahren haben mit viel Mühe und Gottvertrauen diese Kirche aufgebaut und erhalten. Es ist somit in unser aller Verantwortung, dass das Gotteshaus auch den kommenden Generationen erhalten bleibt. Die schöne und wertvolle Pfarrkirche soll weiterhin den Mittelpunkt unserer Pfarrgemeinde bilden.

In den letzten Jahren nach dem 300-Jahr-Jubiläum (1989) in den Jahren 1991/1992 wurde die Kirche innen grundlegend renoviert. Die Außenrenovierung erfolgte zuvor im Jahre 1983. Im Herbst 2010 wurde ein neuer Glockenstuhl eingebaut und die Glockenanlage saniert. 2011 folgte die Erneuerung der Böden und Treppen über alle Geschosse im Turm.

Nach vorangegangener Bedarfsfeststellung im Pfarrkirchenrat wurde im letzten Jahr 2013 in Zusammenarbeit mit dem Bauamt der Diözese Feldkirch die Planungsphase für die Innenrenovierung sowie Dachsanierung eingeleitet. Die Umsetzung des Renovierungsvorhabens erfolgte 2014 gleich nach Pfingsten (KW 24) und konnte  Ende Juli (KW 29) vorzeitig, erfolgreich abgeschlossen werden.

An dieser Stelle gebührt den zahlreichen freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, den Spenderinnen und Spendern sowie Subventionsgebern, die zur Verwirklichung des Renovierungsvorhabens maßgeblich beigetragen haben, ein herzliches Danke und Vergelt´s Gott. Wir möchten auch auf diesem Wege Herrn Summer und Herrn DI Berchtold vom Bauamt der Diözese Feldkirch sowie Herrn Mag. Mack vom Bundesdenkmalamt und allen beim Baugeschehen beteiligten Firmen (Fetz, Schwendinger, Pfeifer) unseren herzlichen Dank für die kooperative und angenehme Zusammenarbeit aussprechen.

Die Renovierungsmaßnahmen detaillierter:

Dachsanierung

Nach über 30 Jahren haben neben Witterungseinflüsse auch die seinerzeit unsachgemäße Anbringung der Schneebalken zu Fäulnisschäden in diesem Bereich  am nordseitigen Dach geführt. Nach eingehenden Beratungen hat sich der Pfarrkirchenrat unter Zuziehung von Sachverständigen (Bauamt der Diözese, Dachdecker) für eine Sanierung der schadhaften Schindeleindeckung entschieden. Aufgrund des dringenden Handlungsbedarfes wurde der Haupteingang (Vorzeichen) komplett neu mit Lärchenschindeln eingedeckt. Die Dachdeckerarbeiten wurden zur vollen Zufriedenheit von der Firma Schwendinger, Dornbirn ausgeführt. In diesem Zuge wurden die Dachrinnen sowie Ablaufrohre beim Kirchenschiff sowie am Turm ausgeputzt und die Schneestangen erneuert. Eine gesamte Neueindeckung wird in 8 bis 10 Jahren anstehen.

Innenrenovierung

Die Innenwände sowie Decke haben seit der letzten Renovierung infolge verschiedener Einflüsse (Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur, Kerzenruß etc.) auch gelitten, sodass eine Auffrischung bzw. Neufärbelung zur Diskussion stand bzw. von weiten Teilen der Pfarrbevölkerung als wünschenswerte Maßnahme erachtet wurde. In mehreren Gesprächen im PKR sowie des Bauamtes der Diözese wurden die verschiedenen Erfordernisse (bautechnisch, denkmalpflegerische, finanzielle) abgeklärt und der Beschluss für die Innenrenovierung gefasst. Mit der Firma Fetz, Alberschwende konnten wir eine auf diese Anforderungen spezialisierte Malerfirma mit besten Referenzen gewinnen, die das farbliche Gesamtkonzept erarbeitet hat. Dabei war uns wichtig, dass alle Farben harmonisch aufeinander abgestimmt sind und sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Die Wandflächen wurden in einem einheitlichen Grundfarbton mit leicht gräulichem Akzent (Kalkanstrich) ausgeführt, wobei die Fensterlaibungen mit einem helleren Farbanstrich versehen wurden. Eine farbliche Abhebung wurde bei der Decke und Stukkaturen durch die Verarbeitung einer Leimfarbe im Gelbton erreicht.

Nach Abschluss der Malerarbeiten wurden die Altäre und Figuren gereinigt und teilweise restauriert. Die Pfarrkirche Blons präsentiert sich nun in einem hellen, freundlichen neuen Glanz.

Dachboden

Im Dachraum über der Decke des Kirchenraumes befanden sich noch seit der letzten Dacheindeckung (1983) stappelweise alte Schindeln und Bretter. Damit ist die Gefahr für Wurmbefall und sonstigen Schädlingen (Nagekäfer, Weißfäule) sehr groß. Zum Teil sind diese Schäden im Anfangsstadium schon sichtbar.

Um einem Massenbefall dieser Schädlinge Herr zu werden haben einige Freiwillige den Dachboden von diesem Unrat geräumt und den Staub abgesaugt. Danke für den Einsatz den Helfern in dieser staubigen Angelegenheit.

Als letzter Schritt wird ein neuer Boden gelegt. Die neuen Bretter wurden schon während der Dachreparatur ins Dachinnere gebracht.

Heinz Türtscher, für den Pfarrkirchenrat

 

Renovierungsdokumentation

Fotos von August Bickel über den Verlauf der Renovierung.

 

 

Neubau Glockenstuhl

Historische Eckdaten:

Der Glockenstuhl stammt vermutlich aus dem Jahr 1874 (laut Angaben der Diözese und dem Bundesdenkmalamt) und wurde als zweigeschossige Konstruktion erbaut. Umbauarbeiten gab es in den Jahren 1921/22. Im 2. Weltkrieg wurden die Glocken zur Einschmelzung abtransportiert.

1947 wurde der Glockenturm wieder mit drei Glocken bestückt. Im Jahre 1954 kam die Lawinenglocke dazu. Die Läutemaschinen aus 1947 bzw. 1954 sind funktionstüchtig. Da alle Glocken vermutlich größer ausgefallen sind, als beim Glockenstuhlbau geplant war, kam es im Laufe der Jahre zu entsprechenden Auswirkungen auf die Stabilität des Glockenstuhls.

Problemsituation 2010: Die Konstruktion wurde nur auf Druck, nicht auf dynamische Belastung ausgerichtet. Die Folgen davon waren: Instabilität, Rotationen, überbogene Stahlverbindungen

Dazu kamen: Holzwurmbefall (Gemeiner Nagekäfer), Weißfäule (Haussporling)

Zahlreiche helle Bohrmehlhäufchen deuten auf Massenbefall hin. Daher war Handlungsbedarf gegeben.

Es wurde eine Schadensanalyse im Auftrag der Diözese von der Fa. Holzbau Mayer erstellt. 2 Varianten standen zur Auswahl: Sanierung oder Neubau

PKR-Beschluss 09.06.2009

Um die Konstruktionsmängel zu beseitigen und eine Abstimmung auf die Glocken möglich zu machen entschied man sich für den Neubau. Der Preisunterschied zwischen einer Sanierung und dem Neubau war nicht gravierend.

18.05.2010 Bauvergabe durch PKR

Planung u. Statik:Holzbau Mayer, Götzis,

Glockenstuhl: Zimmerei Edelbert Nigsch (splintfreies Lärchen-Massivholz)

Läuteanlage: Fa. Schauer & Sachs, Salzburg (elektron. Steuerung, Läutemaschinen, Läuteräder, neue Klöppel u. Schlagwerke, Holzjoche)

Elektroinstallationen: Karl Türtscher

Bauzeit: 3 Wochen vom 05.10. – 29.10.2010 

 

Wiederinbetriebnahme zu Allerheiligen 2010

 

Ein besonderer Dank geht an die bauausführenden Firmen und Personen die einen aktiven Beitrag geleistet haben, dem PKR, den Spender und Spenderinnen und den Subventionsgebern (Diözese u. Gemeinde Blons).

Bilder vom Abbau und Neubau